BürgerdepescheEspelkampBeta

Über das Projekt

Was im Rathaus entschieden wird, gehört zuerst den Bürgern.

Die Bürgerdepesche liest jede öffentliche Ratsvorlage der Stadt Espelkamp, destilliert sie auf das Wesentliche und zeigt, was die Politiker damit entscheiden — mit Pro-Argumenten, Contra-Argumenten, Konsequenzen.

Wer wir sind

Ein Ein-Personen-Projekt. Keine Redaktion, kein Verlag.

Bürgerdepesche ist ein Projekt von Daniel Wentland, 40, Software-Tester aus Espelkamp. Kein Team, keine Redaktion, kein Anzeigenkunde im Hintergrund.

Es war erstmal nur für mich gedacht.

Das Projekt ist aus einem konkreten Eigenbedarf entstanden. Die Ratsvorlagen der Stadt sind lang, in Amtsdeutsch geschrieben und für jemanden, der nicht den ganzen Tag Verwaltungs-Texte liest, schwer zu durchdringen. Wer wissen will, was vor der eigenen Haustür passiert, hatte zwei Optionen: zur Sitzung gehen oder 80 Seiten PDF lesen. Beides ist für die meisten Menschen unrealistisch.

Die Bürgerdepesche ist der Versuch, diese Lücke zu schließen. Dass das jetzt auch anderen hilft, ist eine erfreuliche Nebenwirkung — nicht der Auslöser.

Was wir machen

Vier Punkte, kein Drumherum.

  • Wir lesen jede öffentliche Ratsvorlage der Stadt Espelkamp. Über das offizielle Ratsinfomanagement der Stadt.
  • Wir destillieren sie auf das Wesentliche. Was wurde wann von wem vorgelegt? Was bedeutet es für Espelkamper Bürger?
  • Wir zeigen beide Seiten. Pro-Argumente und Contra-Argumente, auch wenn die Vorlage selbst einseitig formuliert ist. Wir suchen die Gegenseite, wo die Vorlage sie verschweigt.
  • Wir veröffentlichen schnell. Sobald die Verwaltung die Vorlage ins Ratsinfomanagement stellt, erscheint die Zusammenfassung bei uns. Meist liegt die Vorlage einige Tage vor der Sitzung öffentlich aus — wir veröffentlichen sie dann innerhalb von Stunden.

Was wir nicht machen

Genauso wichtig.

  • Wir sind kein Journalismus. Wir schreiben keine Geschichte, suchen keinen Aufhänger, inszenieren keinen Konflikt. Wir berichten über Vorlagen, nicht über Stimmungen.
  • Wir sind kein Stadtmarketing. Keine Verlängerung des Stadtsprechers, keine Image-Pflege-Kommunikation.
  • Wir werten nicht. Wir ordnen ein. Wenn eine Entscheidung der Ratsmehrheit problematische Folgen hat, schreiben wir das — als Einordnung, nicht als Kommentar.
  • Wir behaupten nicht, neutral zu sein. KI hat Bias. Wir haben Bias. Jede Auswahl ist eine Wertung. Was wir versprechen: Wir zeigen, was wir weglassen und warum. Und wir zeigen alles, was im Rat entschieden wird — nicht nur das, was andere für berichtenswert halten.
  • Wir positionieren uns nicht gegen andere.Kein Vergleich mit der Tageszeitung, keine Angriffe auf andere Akteure. Wir sind ein anderes Angebot, kein Konkurrenz-Produkt.

Wem wir das schreiben

Menschen, die nicht zur Sitzung gehen.

Nicht "die Espelkamper" im Allgemeinen. Nicht "junge Familien" oder "Senioren" oder eine andere Zielgruppe aus dem Marketing-Lehrbuch. Sondern eine Haltung:

Ich geh nicht zur Sitzung, ich les nicht die 80 Seiten, ich will trotzdem mitreden können, wenn vor meiner Haustür ein Baugebiet entstehen soll.

Wer das anders macht — wer zur Sitzung geht, wer die Ratsvorlagen liest, wer sich in der Partei engagiert — für den ist die Bürgerdepesche eher zweitrangig. Wir bauen das für die andere Mehrheit.

Eine Sache über KI

Das Mittel, nicht der Wert.

Die Zusammenfassungen werden mit KI erstellt. Wir schreiben das offen, weil es dazugehört. KI ist hier das Werkzeug, mit dem aus 80 Seiten Verwaltungs-Text eine lesbare Zusammenfassung wird — mehr nicht. Niemand abonniert diesen Newsletter, weil KI drin ist. Sondern weil er endlich versteht, was im Rathaus passiert.

Wir prüfen die KI-Ausgabe vor jeder Veröffentlichung. Wenn die KI etwas behauptet, das nicht in der Vorlage steht, fliegt es raus. Wenn eine Zahl nicht stimmt, wird sie gelöscht, nicht geraten.

Mitmachen, Fehler melden

Du hast was gefunden?

Eine Zahl, die nicht stimmt. Eine Vorlage, die wir übersehen haben. Eine Formulierung, die falsch rüberkommt. Schreib uns: fehler@buerger-depesche.online.

Wer das Projekt unterstützen will — technisch, redaktionell, oder einfach durch Verbreitung — ist willkommen. Eine Patenschaft, ein Hinweis auf eine Vorlage die wir nicht kennen, oder das Testen einer neuen Funktion: alles willkommen, nichts erforderlich.

Was im Rathaus entschieden wird, gehört zuerst den Bürgern — nicht der Presse, nicht dem Stadtsprecher, nicht der nächsten Wahlperiode.

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